Milchschäferei Asbach

milchschaeferei-asbach.de

Die Milchschäferei Asbach ist der eigentliche Grund dafür, dass es solawi² überhaupt gibt. Als irgendwann an einem netten Abend plötzlich die Frage im Raum stand, wie denn das Konzept der solidarischen Landwirtschaft vom Gemüsebau übertragbar auf andere Bereiche (z.B. die Milchschafhaltung) sei, hat uns das keine Ruhe mehr gelassen! In vielen Gesprächen wurden fortan Ideen ausgetauscht, beraten und verworfen, immer neue Problemstellungen gefunden und gelöst, bis wir schlussendlich zu diesem Konzept gekommen sind, dessen Ergebnis diese Website ist, auf der Ihr gerade surft!

Als absoluter Pionierbetrieb und Mitentwickler des Projektes kooperiert die Milchschäferei Asbach als erster landwirtschaftlicher Erzeuger mit solawi². Die junge Demeter-Schäferei liegt sehr idyllisch in dem verschlafenen Gebiet der ehemaligen innerdeutschen Grenze im thüringischen Eichsfeld. Ein relativ bevölkerungsarmes Gebiet ohne direkte Ballungsraumanbindung. Da die Schafe mehr Milch geben, als vor Ort verbraucht werden kann, werden nun Menschen gesucht, die ein tolles Projekt durch die Abnahme von Frischmilch, Joghurt und Käse unterstützen.

Der Betrieb von Raphael Heinze verfolgt vor allem drei Ziele: Landschaftspflege, die Erhaltung einer alten Nutztierrasse und natürlich die handwerkliche Herstellung von schmackhaften Schafsmilchprodukten.
Etwa 120 Krainer Steinschafe umfasst die Milchherde, das Herz des Betriebes. Dazu kommt jeweils eine Gruppe von weiblichen Tieren für die Nachzucht, und eine Herde mit Bocklämmern. Die Tiere beweiden fast das ganze Jahr hindurch Flächen, die zwar eigentlich für eine landwirtschaftliche Nutzung nicht geeignet sind, für die Schafe jedoch eine gute Futtergrundlage bieten. Dazu gehören Steillagen und Kalkmagerrasengebiete (das sind sehr aufwuchsarme aber kräuterreiche Standorte). Die Beweidung mit den Schafen hilft, diese artenreichen Naturschutzflächen freizuhalten, die sonst verwalden würden.

Die feingliedrigen und trotzdem robusten Krainer Steinschafe kommen gut mit diesen Bedingungen zurecht. Die Rasse stammt ursprünglich aus den alpinen Regionen Sloweniens. Sie zeichnen sich besonders aus durch eine gute Klauengesundheit, Leichtlammigkeit und eine akzeptable Milchleistung.

Etwa acht Wochen nachdem Ende Januar in Asbach die ersten Lämmer geboren werden, beginnt die Melksaison für Raphael Heinze und seine Mitarbeiter und dauert je nach Futterlage bis etwa Juli. 2019 werden nun endlich die Räumlichkeiten der neuen Hofkäserei in Betrieb genommen. Zunächst reichen die Kapazitäten hier, um Fischmilch abzufüllen, sowie Schafsmilchjoghurt und Camenbert zuzubereiten. Der Schnittkäse wird vorerst noch von einer benachbarten Hofmeierei verkäst.

Die Produkte

Käse

Der fein würzige Schnittkäse No 5 wird mit Rotschmiere veredelt und ist mindestens sechs Wochen lang gereift. Die etwa 2,5 kg schweren Käselaibe sind im Kühlschrank gelagert mindestens vier Wochen lang haltbar. Sie werden nur für den Versand foliert, die Pakete sind mit Recyclingmaterial ausgepolstert.

Die Lieferung erfolgt nach Absprache einmal im Monat an euer Solawidepot. Die Bezugsdauer kann zwischen drei Monaten und einem Jahr frei gewählt werden. Da der Betrieb noch im Aufbau und im Wachstum ist, gibt es in der ersten Phase einen Solidar-Preis für die leicht im Gewicht schwankenden Käse.

Ganzer Käse: 75,00 € (ca. 2,5kg)
Halber Käse: 37,50 € (ca. 1,25 kg)
Viertel Käse: 18,75 € (ca. 625 gr)

Joghurt und Frischmilch

Schafsmilch und -joghurt sind sehr bekömmlich, aber wesentlich empfindlicher als der Käse in Bezug auf Kühlung und Haltbarkeit. Für den Versand über solawi² haben wir uns daher für das Thermoboxsystem von DHL entschieden. Die EPP-Boxen sind lebensmittelecht, weisen eine gute Temperaturbeständigigkeit auf und sind für mehrere hundert Umläufe ausgelegt. Sie werden von uns bestückt und dann von euch portofrei an uns zurückgesendet. Es entsteht dabei kein Verpackungsmüll!

Die Produktion ist ab März 2019 geplant. Wir haben uns noch nicht entgültig für Gebindegrößen entschieden und auch noch keine Preise festgelegt (Stand Feb. ’19). Sobald es da etwas Neues gibt, könnt ihr das an dieser Stelle oder über den solawi²–Newsletter erfahren.

Und so geht’s:

Aktuell gibt es ab etwa Ende April ganz frischen Käse! Also: Einfach potentielle  Mitgenießer finden und über unser Anfrageformular Kontakt aufnehmen. Wir melden uns dann bei dir und besprechen gemeinsam die  Liefermodalitäten. Entsprechend bekommt ihr dann den Käse per Rechnung zugesandt! Die Mindestabnahmemenge beträgt ein Laib pro Lieferung.